
© Martijn Dehing
Machen wir uns mal nichts vor: die wenigsten Besitzer eines Oldtimers werden dabei aufs Geld geachtet haben. Allenfalls in der anschaffung, denn schließlich darf das "Schätzchen" nicht gleich das Haushaltsbudget und den Disporahmen sprengen aber den Aspekt der Kapitalanlage verlieren viele aus den Augen.
Und das ist eigentlich schade, denn laut Mitteldeutscher Zeitung eignen sich Oldtimer perfekt als Altersvorsorge. Oder zumindest manche Oldtimer. Der Trend ist auf jeden Fall zu erkennen:
"Es gibt eine Flucht in die Sachwerte", sagt Dieter Ritter, Oldtimer-Fachmann des Automobilclubs von Deutschland in Frankfurt (Main). Menschen, die das Vertrauen in Wertpapiere verloren haben, versuchten, ihr Geld in Dinge zu investieren, bei denen man von einem Werterhalt oder gar einer Wertsteigerung ausgehen kann – wie alte Autos.
Allein auf der Techno-Classica waren in diesem Jahr 2.500 Oldies zu sehen und zu kaufen – was einmal mehr einen Rekord bedeutet hat. Kaufen kann sich also lohnen, trotz oder gerade wegen der Finanzkrise.
Seit mehreren Jahren betreibe ich eine Oldtimer-Vermietung http://www.die-oldtimer-vermietung.com und stelle natürlich mit Freude fest, dass der Wert der meisten Oldtimer ständig nur einen Weg kennt: nach oben. Wichtig beim Kauf eines Oldtimers ist m.E., dass nicht “blind” gekauft wird und dass immer ein Experte zu Rate gezogen wird. Wenn heute beispielsweise ein Porsche Targa aus den 70er-Jahren gekauft wird, der noch restauriert werden muss, kann dies möglicherweise mehr ein “Sparschwein” als eine Geldanlage sein. Zum Beispiel ist beim Restaurieren schnell der Rahmen verzogen, da die Karosserie nicht verstärkt ist. Und besonderes bei den z.Zt vielen Re-Importen aus Amerika sollte beim Kauf in jedem Fall ein Fachmann hinzu gezogen werden.