
Ja, ja, die guten alten Zeiten. Blicken wir nur mal 20 Jahre zurück. Damals gab es Benzin, Super und Diesel an den Zapfsäulen und jedes Auto konnten seinen Durst stillen. Damals gab es auch noch keine Fahrverbote in der Innenstadt, was heutzutage ja einige Old- und Youngtimer betrifft. Doch vor allem gab es damals noch nicht Verordnungen, dass zehn Prozent ethanol in den Sprit gelangen dürfen.
Man mag nun einwenden, dass diese Entscheidung des Umweltministers Sigmar Gabriel erst noch beschlossen werden muss, doch steht jetzt schon zu erwarten, dass zahlreiche alte Autos künftig mit dem sündhaft teuren Super Plus betankt werden müssen. Sind ja nur 15 Cent mehr pro Liter.
Die Westdeutsche Zeitung weist aber auch darauf hin, dass manche Oldies durchaus E10 vertragen. Doch auf der anderen Seite lesen wir Statements wie:
"Dieser Kraftstoff ist wesentlich aggressiver als der bisherige und kann zu höherem Verschleiß führen." Gerade im Oldtimerbereich ist ungewiss, welche Modelle und Einzelteile angegriffen werden können. Laut dem Verband der Automobilindustrie sind 375000 in Deutschland produzierte Autos betroffen.
Was ist also zu tun? Abwarten und Tee trinken? Das auch! Doch wenn die Regelung dann durchkommt, sollten sich Oldtimerbesitzer eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen lassen, damit der Produzent im Falle eines Defekts mit in die Haftung kommt. Ansonsten helfen nur ein Umbau des geliebten Oldies oder eben das Umsteigen auf Luxus-Sprit.